WAS VERSTEHT MAN UNTER BRENNWERTNUTZUNG?

       

Unterscheidung
Brennwert - Heizwert

Brennwert (Hs) und Heizwert (Hi) bezeichnen den Energieinhalt eines Brennstoffs. Der Heizwert bezieht sich dabei auf das Wärmepotential, das allein auf den trockenen Teil der bei der Verbrennung entstehenden Verbrennungsgase zurückzuführen ist.
Unter Brennwert wird der gesamte Wärmeinhalt verstanden, der sich aus dem Wärmepotential des trockenen und feuchten Verbrennungsgases zusammensetzt.


Grafik: © Buderus Heiztechnik GmbH (1)

 

Bei der Verbrennung entsteht neben anderen Verbrennungsprodukten Wasser. Dieses verlässt bei herkömmlichen Heizsystemen als Wasserdampf zusammen mit den Abgasen den Kamin. Die darin enthaltene Energie (zur Verdampfung des Wassers) geht somit verloren.
Brennwertkessel sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig zu entziehen und zusätzlich in Heizwärme umzusetzen und zu nutzen.
Die Brennwertkessel verfügen über Hochleistungs-Wärmetauscher, die die Abgase bevor sie durch den Schornstein entweichen soweit abkühlen, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und die freigesetzte Kondensationswärme zusätzlich auf das Heizsystem übertragen wird.
Mit dieser Technologie erreicht ein Gas-Brennwertkessel einen Norm-Nutzungsgrad von bis zu 109%, ein Öl-Brennwertkessel bis zu 104%.
Brennwertkessel arbeiten dadurch besonders energiesparend, was sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schont.

Je niedriger die Heizsystemtemperaturen desto stärker werden die Abgase abgekühlt und desto höher ist die Brennwertausnutzung, weshalb sich Flächenheizsysteme wie z.B. Fußbodenheizungen besonders für den Einsatz eines Brennwertgerätes eignen. Aber auch die meisten "Heizkörper-Heizungen" lassen sich so betreiben, dass eine gute Brennwertnutzung erzielt wird.

 
 
 
 

Peter Engelbrecht , Goldmühler Str. 41, 95460 Bad Berneck



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